30/01/2010
Good morning Madam!
Good Morning!
ein einstimmiger Schülerchor antwortet: Good morning Madam!
Diese drei englischen Worte haben alle Schüler gelernt und wenn sie auch sonst nur einzelne Worte im Chor sagen, “Give me my sweets” können schon die ganz kleinen sagen und rufen es dir in der Straße nach.
Genauso geht es zu in der Volksschule vor unserem Haus. 6700 Schüler versuchen hier ihre Grundschulausbildung zu absolvieren. Die Gebäude reichen für 10 Klassen, es gibt aber 34 Klassen. Der Rest wird draußen unter freiem Himmel unterrichtet. Für jede Klasse gibt es zwei Lehrer, die sich die 6 bis 9 Unterrichtsfächer teilen. Der Unterricht ist bei durchschnittlich 180 Schüler pro Klasse gar nicht so leicht zu bewältigen…
Die Situation wird durch die mangelnde Struktur und mangelnde Geldmittel erschwert: In der sechsten Klasse haben von 180 Schülern, 9 ein Englischbuch, andere 7 haben ein Mathebuch… Es mangelt nicht nur an Gebäuden und Büchern, sondern auch an Lehrern: Für 6700 Schüler gibt es 70 Lehrer, die alle unterbezahlt sind und mehr oder wenig gut ausgebildet sind. Im Unterricht verkaufen die Lehrer oft Süßigkeiten, um ihr Gehalt aufzubessern.
Das Alter der Shcüler in den Klassen ist sehr unterschiedlich: je nach dem wann man startet ist man in der sechsten Klasse entweder 11 oder 16.
Eine so große Klasse, die kaum Englisch versteht zu unterrichten, kam ich letzten Montag und Dienstag in Genuss. Eigentlich hab ich mehr zugeschaut und ein wenig beim Korrigieren assistiert. Die Kinder werden mit Sprechchor unterrichtet, die Lehrerin schreibt was an die Tafel, liest was vor, wiederholt es und alle anderen sagen es nach. Für mich ist es unerklärlich wie Schüler von der Tsabango Primary School es ins DOn Bosco College schaffen…
Apropos Unterrichten: auch heute hatte ich die Chance zu unterrichten: ich habe meine erste Unterrichtsstunde für die BOSCO- Schüler gehalten. Das Thema: Study Skills - how to study smarter. Es war gar nicht leicht vor den ungefähr 80 Schülern zu stehen und sie verstehen zu machen… Habe heute wirklich sehr viel dazu gelernt und ziemlich viele Anregungen zur Verbesserung bekommen. Bin schon gespannt wies weiter geht, denn ich werde nächsten Mittwoch ein paar Stunden übernehmen, da zwei Lehrer in Zambia sind. Habe von heute viel mitgenommen und hoffe nächste Woche schaff ich es schon besser.
Ansonsten genieße ich den Regen, die Hitze und werde weiterhin schön braun.
Coucou aus Malawi,
Franziska
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05/01/2010
Chaka cha bwino, Khrisimasi ya bwino!!!
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Weihnachten und Neujahr in Malawi
Das Weihnachtsfest ist nun schon viel zu schnell vorbeigegangen. Genau wie die letzten vier Monate… Am 23. waren Anna und ich zur Feier der kommenden Tage im Supermarkt einkaufen. Normalerweise kaufen wir nur am lokalen Markt ein, wo aber Luxusgüter wie Schokolade, Wurst, Käse oder Müsli nicht erhältlich sind. Also sind wir wieder mal staunend durch die Regale gewandert (was es nicht alles gibt im Supermarkt :)) und haben dann unseren Kühlschrank lecker gefüllt.
Am 24. haben wir tagsüber bei den letzten Dekorationen geholfen und dann am Abend gemeinsam die Messe gefeiert. Im Anschluss an die Messe haben die Jugendlichen der Gemeinde ein Weihnachtsstück aufgeführt, das mich richtig in Weihnachtsstimmung versetzt hat. Das Wetter hat davor nicht ganz zu meiner Weihnachtsvorstellung gepasst, es war lustig in der Messe zu schwitzen. Die Weihnachtszeit war total interessant, schön, ruhig, intensiv.
Zu Neujahr war es etwas ruhiger als daheim: hier leisten sich ganz wenige Kracher… Also sah man ein paar schöne einzelne Raketen um Mitternacht. Wir haben afrikanisch getrommelt, afrikanisch getanzt, mit den Mitgliedern vom Boarding und den Salesianern voll einen Spaß gehabt und sind voller Freude “CHAKA CHA BWINO” kreischend durch die Gegend gerannt, viel Lärm machend mit einer Tröte und nem Gewehr…
Alles in allem bin ich jetzt total überessen und freue mich wieder einfach nur Bohnen und Reis und Tomaten zu genießen…
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23/12/2009
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21/12/2009
kunterbunte Fotos
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19/12/2009
“Bildung überwindet Armut”
Dieser Leitspruch von meinem Trägerverein Jugend Eine Welt (www.jugendeinewelt.at) nimmt für mich hier in Malawi immer mehr Bedeutung an. Finanzielle Schwierigkeiten sind hier ein echtes Hindernis seine Ausbildung zu beenden. In Malawi sind die ersten acht Volksschuljahre noch gebührenfrei, ab der “secondary school”, die vier Jahre dauert, werden Gebühren verlangt. In der „secondary school“ sind diese noch vergleichsweise fair und gering, wenn es dann aber um weitere Ausbildung geht, ist es sehr schwierig, diese Kosten aufzubringen.
Bildung ist sehr wichtig, das ist allgegenwärtig. Ohne eine weitere Ausbildung hat man keine Chance einen Arbeitsplatz zu finden. Dies stellt ein großes Problem dar, denn der Arbeitsmarkt in Malawi ist ohnehin schon sehr klein.
Die meisten Großfamilien hängen finanziell von einer Person ab, was es höchstens erlaubt die Familie zu ernähren, es aber schwierig bis unmöglich macht, die Kinder weiter in die Schule zu schicken. Viele unserer Schüler haben auch nur mehr einen Elternteil oder gar keine Eltern. Besonders das Fehlen des Vaters ist ein Problem, den die Frauen sind meistens schlechter ausgebildet und haben keinen Beruf erlernt. Die Situation in den Dörfern ist meist noch schwieriger: Viele Mädchen werden zur frühen Heirat gedrängt, weil die großen Familien so viele Kinder nicht erhalten können.

Da Malawi primär von der Landwirtschaft abhängig ist, leiden jetzt viele Familien am späten Regen, der die Ernte verzögert. Wenn man nur ein kleines Feld besitzt, das gerade für den Eigenverbrauch reicht, kann man seine Kinder nicht weiter in die Schule schicken.
In der Volksschule, die für jeden zugänglich und gebührenfrei ist, ist die Zahl der Schüler enorm. Oft gibt es 120 Schüler pro Klasse, viele von ihnen haben das vorgesehene Alter überschritten, da sie aus diversen Gründen eine Klasse wiederholen oder länger ausgesetzt haben.
Nur ein kleiner Teil dieser Schüler schafft es durch das Abschlussexamen und in die “secondary school”, viele tun sich mit den Gebühren schwer und brechen die Schule vorzeitig ab. Die Familien planen nicht im Voraus, die Denkweise in die Erziehung der Kinder zu investieren ist in den Dörfern noch wenig ausgeprägt. Die Gebühren sind allerdings fair und man könnte sie bestreiten.

Auf dem Level der Colleges und Universitäten findet man nur einen sehr kleinen Prozentsatz von den Schülern, die die „Secondary school“ beendet haben. Die Gebühren sind sprunghaft höher als in der „secondary school“ und nur mit größerem ländlichen Besitz, mithilfe von Verwandten oder anderen Sponsoren kann man wenigstens eines seiner Kinder in die höhere Ausbildung schicken.
BOSCO geht es nicht nur darum, dass die Schüler ihre Schule fertig machen, sondern im Vordergrund darum, dass die gesponserten Schüler selbstständig werden und durch die Begleitung von BOSCO auf eigenen Füßen stehen.

In Österreich sind die Probleme der Bevölkerung von Entwicklungsländern weit entfernt. Wir hören und sehen Berichte in den Medien, aber sie schockieren uns schon lange nicht mehr, da die Probleme für uns schwer vorstellbar sind. Seitdem ich in Malawi bin, hat sich meine Sichtweise stark verändert. Schüler, die genau diese Probleme haben, sind jetzt meine Freunde und ich bin mit ihren Hindernissen und Anstrengungen vertraut. Ich kenne die Gesichter der Schüler, die wir sponsern, es ist keine fremde Organisation im fernen Afrika mehr die Waisen und Schülern hilft, nein ich selbst bin mittendrin und versuche mein bestes, die Schüler genauer kennenzulernen, Aktivitäten zu organisieren und ihre Probleme zu verstehen. Vor allem die Besuche bei den Schülern daheim eröffnen mir die Lebenssituation der Schüler, aber nicht nur das, die Besuche bieten mir die Möglichkeit die Kultur von Malawi kennenzulernen. Die Schüler haben gerade Ferien, viele sind auch heimgefahren um daheim auf dem Feld zu helfen.
Da BOSCO (die Webseite www.boscomalawi.org wird in Kürze fertig gestellt) auf private Sponsoren angewiesen ist, sind einige Schüler noch völlig unsicher, ob sie ihre Ausbildung im nächsten Schuljahr (Beginn: Jänner 2010) fortsetzen können.
Um dies zu gewährleisten, sind wir bemüht Verbindungen zwischen Österreich und Malawi herzustellen. Schon einmalige Beträge helfen unseren Schülern Teile ihrer Gebühren abzudecken. Wir suchen auch engagierte Personen, welche Partnerschaften für BOSCO-Schüler übernehmen wollen. Die Schüler würden sich auch freuen persönlichen Kontakt zu ihren Sponsoren aufzubauen, damit diese einen Einblick in ihr derzeitiges Leben bekommen.
Bei Interesse Mail an: info@boscomalawi.org

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15/11/2009
Besuch in einer Outstation
Heute hab ich Father Kim zu einer der sieben “outstations” der Pfarre begleitet. Jeden Sonntag gibt es in einer anderen Outstation einen Gottesdienst, also einmal alle 2 Monate kommt einer der Fathers in diese villages. Leider kann ich noch zu wenig Chichewa um mich richtig mit den Leuten unterhalten zu können, aber es ist auch einfach schön bei den Leuten zu sitzen und sich ohne Worte zu verstehen. Ich habe dann die Messe mitgefeiert und danach sind wir ein bisschen herumgeführt worden. In Mbununu gibt es eine Volksschule mit 650 Schülern. Die werden von 8 Lehrern unterrichtet. Die Kinder kommen aus der ganzen Umgebung, teilweise wohnen sie 5 Kilometer weit weg. Es gibt noch zu wenig Staffhouses, deshalb fahren drei der Lehrer jeden Tag 15 Kilometer von Lilongwe zur Schule mit dem Rad.
Mir hat dieser erste Besuch in einer Outstation ziemlich gefallen. So gut wie dort hat mir Nsima noch nie geschmeckt. Jedes Mal wieder bin ich beeindruckt von den Trommlern und dem Chor. Die Leute in dieser kleinen Kirche brauchen keine Instrumente, ihre Stimmen reichen aus den ganzen Raum zu bewegen. Kirche ist hier nicht nur still sitzen. Man singt viel und tanzt und manchmal wird der Chor von Trommeln begleitet.
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02/11/2009
Hochzeit in Malawi
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School trip nach Salima
In Afrika packt man 85 Leute in einen mittleren Bus und mit lauter Musik, singen und schreien gehts auf holprigen Straßen Richtung Lake! Es war voll schön und ich hab es so genossen die Schüler und Lehrer mal von ner anderen Seite kennenzulernen!
Ich liebe Malawi und vor allem die Leute hier!
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28/10/2009
Der kleine Berg von Lilongwe
Nirgendwo kann man mehr den frühen Morgen genießen als oben am kleinen Hügel von Lilongwe. Wenn man früh aufsteht und laufen geht, und dann dreht man sich um und schaut zu wie die Sonne langsam aufgeht…
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