03/08/2010
My day
Manchmal denk ich mir, dass es gut ist, ein Morgenmensch zu sein. In Afrika beginnt der Tag um vier in der Früh. Das ganze Haus wird geputzt, duschen und dann gehts in die Arbeit oder Kirche oder Schule.
Ganz kann ich da nicht mithalten, ich rolle mich um halb sieben aus dem Bett. Manchmal auch um sechs. Dann gibts ein verschlafenes Frühstück und gleich dann gehts auf zum Morgen-Assembly um halb acht, einer Versammlung aller Schüler, bei der gebetet, gesungen und was erzählt wird. Dann bereite ich Stunden vor, oder erledig was andres, so wie die Notice Boards zu gestalten. Wenn ich nicht unterrichte, hab ich Zeit mich für den Nachmittag oder weitere Stunden vorzubereiten. In der Volksschule sind gerade Ferien, weshalb ich ein paar Stunden im College übernommen habe. Nach dem Unterrichten ist dann meistens eh schon Zeit für Mittagessen in der Schulkantine um halb eins. Am Nachmittag gehts ab ins Jugendzentrum: Jeden Tag spielen ein paar hundert Kids: Basketball, Volleyball, Fußball, Netball, Scrabble, Schach, Karten, Klatschspiele oder einfach mit dem Ball spielen. Der Nachmittag geht immer schnell vorüber: um zwei wird das Jugendzentrum geöffnet, um viertel nach fünf versammeln sich alle kurz und machen sich auf den Heimweg, denn um sechs ist es in Malawi dunkel. Am Abend oder Nachmittag kommt wer vorbei, Schüler; Lehrer oder Jugendzentrumsleut kommen uns gern auf einen Kaffee besuchen. Abendessen kochen wir für uns selber: jetzt sind wir vier Mädels im Haus, denn Maria, die neue Volontärin und Anna, eine polnische Volontärin, wohnen bei uns.
Hm und nach dem Tratschen, Gitarre zuhören, singen, online sein, lesen oder sonst was tun, fällt man schnell ins Bett.
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